Es wird vermutet, dass es über 5.000 offene Stellen für Köche und Tausende weitere für Servicekräfte im Gastgewerbe und Catering gibt.
— und trotzdem klagen Restaurants, Hotels und Catering-Betriebe überall über unbesetzte Stellen.
Wer jetzt einsteigt, findet einen Markt, in dem qualifizierte Fachkräfte zwischen mehreren Angeboten wählen, Gehalt verhandeln und schnell Verantwortung übernehmen können.
Die Branche bietet mehr als Teller tragen und Töpfe rühren: internationales Arbeitsumfeld, schnelle Karrierestufen vom Commis de Cuisine bis zum Küchenchef, und eine Jobsicherheit, die kaum ein anderer Sektor bieten kann. Dieser Artikel zeigt, was Koch und Servicekraft im Alltag leisten, was man verdient und wie der Einstieg — auch ohne Ausbildung — gelingt.
Aufgaben, Arbeitsumfeld & Fachkräftemangel
Was Koch und Servicekraft wirklich tun — und warum die Nachfrage so dauerhaft hoch bleibt.
Köche planen Menüs, wählen Zutaten aus und stellen sicher, dass Gerichte in gleichbleibend hoher Qualität auf den Tisch kommen — und das unter Zeitdruck, in kleinen Teams und oft bis spät in die Nacht. Neben handwerklichem Können ist Organisationstalent gefragt: Wareneinkauf, Lagerhaltung, Einhaltung von HACCP-Hygienevorschriften und die Abstimmung mit dem Serviceteam gehören zum Alltag. Mit Erfahrung entwickeln sich Köche vom Commis de Cuisine über den Chef de Partie bis hin zum Küchenchef — einer Position mit echten Führungsaufgaben und entsprechend höherem Gehalt.
Servicekräfte sind das Gesicht des Betriebs. Sie empfangen Gäste, nehmen Bestellungen auf, servieren und sorgen dafür, dass sich jeder willkommen fühlt. In gehobenen Restaurants geht das weit über das Bringen von Speisen hinaus: Weinempfehlungen, Allergiemanagement, Koordination mit der Küche und das Handling schwieriger Gäste gehören dazu. Kommunikationsstärke und Belastbarkeit sind keine netten Extras — sie sind Grundvoraussetzung.
Der Fachkräftemangel in der Branche ist strukturell und langfristig. Lange Arbeitszeiten, Wochenenddienste und ein hohes Arbeitstempo schrecken viele Bewerber ab — gleichzeitig sinkt die Zahl der Ausbildungsabschlüsse im Gastgewerbe seit Jahren. Für Bewerber bedeutet das konkret: mehr Verhandlungsmacht, schnellere Einstellung, bessere Übernahmequoten und in vielen Betrieben die Möglichkeit, ohne formale Qualifikation einzusteigen und sich durch Leistung zu entwickeln.
Hier finden sich tausende offene Stellen in Gastronomie und Hotellerie:
Einstieg, Gehalt & Karrierechancen
Wie man in die Gastronomie einsteigt — und was langfristig drin ist.
Der klassische Weg ist die duale Ausbildung zum Koch oder zur Fachkraft im Gastgewerbe — sie dauert zwei bis drei Jahre und vermittelt alles von der Mise en Place bis zur Führung einer Schicht. Der direkte Einstieg als Quereinsteiger ist in der Gastronomie jedoch realistischer als in fast jeder anderen Branche: Wer Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Lernbereitschaft mitbringt, findet gerade im Service häufig ohne Vorerfahrung schnell eine Stelle. Praktika und Aushilfstätigkeiten sind ein bewährter Weg, um Fuß zu fassen und sich zu beweisen.
Beim Gehalt starten Einsteiger je nach Betrieb und Region zwischen 26.000 und 34.000 Euro brutto im Jahr. Trinkgelder können das monatliche Einkommen im Service spürbar erhöhen — in gut frequentierten Restaurants oder Hotels kommen dabei schnell mehrere hundert Euro pro Monat zusammen. Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie kostenlose Verpflegung und in manchen Betrieben auch Unterkunft sind weitere Bestandteile des Gesamtpakets. Küchenchefs und Restaurantleiter verdienen mit Erfahrung 45.000 bis über 65.000 Euro jährlich.
Die Karriereleiter in der Gastronomie ist klar strukturiert und schnell erklimmbar: Wer Leistung zeigt, übernimmt früh Verantwortung. In der Küche führt der Weg vom Jungkoch über Chef de Partie bis zum Küchenchef, im Service vom Kellner zum Schichtleiter und Restaurantleiter. Auch die Selbstständigkeit ist eine reale Option — viele erfahrene Gastronomen eröffnen ihr eigenes Restaurant oder Café. International ist die Branche ohnehin: Wer Erfahrungen im Ausland sammeln möchte, findet in Hotels und Restaurantketten weltweit offene Türen.
Hilfreiche Ressourcen für Bewerbung und Karriere:
- Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch
- Gehaltsverhandlung: So erzielen Sie Ihr Wunschgehalt
- Die besten Jobportale in Deutschland 2026
Gehalt in Gastronomie & Hotellerie: Was ist realistisch?
| Position | Einstieg (brutto/Jahr) | Erfahren (3+ Jahre) | Führungsposition |
|---|---|---|---|
| Servicekraft / Kellner | 24.000 – 30.000 € | 28.000 – 36.000 € | 38.000 €+ (+ Trinkgeld) |
| Koch / Jungkoch | 26.000 – 33.000 € | 32.000 – 42.000 € | 48.000 €+ |
| Chef de Partie | 34.000 – 40.000 € | 40.000 – 50.000 € | 55.000 €+ |
| Küchenchef | 42.000 – 52.000 € | 52.000 – 65.000 € | 75.000 €+ |
| Restaurantleiter / Hotelmanager | 38.000 – 48.000 € | 48.000 – 62.000 € | 70.000 €+ |
Servicekraft / Kellner
Einstieg: 24.000 – 30.000 €/Jahr
Erfahren: 28.000 – 36.000 €/Jahr
Führung: 38.000 €+ (+ Trinkgeld)
Koch / Jungkoch
Einstieg: 26.000 – 33.000 €/Jahr
Erfahren: 32.000 – 42.000 €/Jahr
Führung: 48.000 €+
Chef de Partie
Einstieg: 34.000 – 40.000 €/Jahr
Erfahren: 40.000 – 50.000 €/Jahr
Führung: 55.000 €+
Küchenchef
Einstieg: 42.000 – 52.000 €/Jahr
Erfahren: 52.000 – 65.000 €/Jahr
Führung: 75.000 €+
Restaurantleiter / Hotelmanager
Einstieg: 38.000 – 48.000 €/Jahr
Erfahren: 48.000 – 62.000 €/Jahr
Führung: 70.000 €+
